Roadtrip #7

Freitag, 24. Mai 2019

6.55 Uhr, mein Wecker klingelt. Bevor ich Manfred wecke, döse ich noch ein bisschen vor mich hin, denke an die fast 200 Kilometer Piste und 120 Kilometer Straße, die heute noch vor uns liegen, und an das noch immer nicht reparierte Motorrad, während der Regen monoton und auf seine Weise beruhigend aufs Zelt prasselt.
Manfred und Luki wollen so früh wie möglich zurück nach Orkhon fahren, um das Werkzeug zu holen, dass wir zum Reparieren von James brauchen. Bis die beiden loskommen, ist es halb 8. Unsre Ausrüstung ist für vieles gemacht, Regen zählt aber nicht dazu und deswegen entschließen wir uns die Zelte erst einmal nicht abzubauen und nur im Inneren alles zusammenzuräumen. Melle und ich wollen beide nicht so recht aus unsren Zelten raus und unterhalten uns erst einmal von hier nach da. Nachdem aber der Gaskocher und der Versorgungsrucksack im Quick Hiker 3 sind, bleibe ich im kuscheligen Schlafsack liegen und überlasse es Melle als erste Bekanntschaft mit dem ekligen Wetter draußen zu machen. Wir schnacken ein bisschen, hantieren nebenher im Zelteingang mit dem Gaskocher und wundern uns sehr, als Manfred und Luki wesentlich schneller als erwartet wieder zurück sind. Allerdings sind sie nicht alleine, sondern haben noch einen älteren Mongolen dabei. Anstatt direkt wieder nach Orkhon zu fahren, haben die Jungs beim nächsten Ger angehalten und wurden von den Nomaden auf Milchtee, frittiertes Gebäck und selbstgemachten (und alkoholischen) Kompott ins Ger eingeladen. Anschließend ist der Herr inklusive seinem Werkzeug mit zu unsrem Lager gekommen und da sitzen sie drei Männer nun um mein Motorrad herum und basteln vor sich hin. Englisch spricht der Nomade zwar nicht, aber irgendwie verständigt man sich wohl und bringt mit einer Axt, einem Hering und viel Gewalt das Motorrad wieder in Ordnung. Ich bringe den Jungs Kaffee nach draußen, reiche dem Nomaden auch einen Becher und bin wenig überrascht, als er einen Schluck nimmt und dann angeekelt das Gesicht verzerrt - die meisten Menschen in der Mongolei finden Kaffee so lecker, wie ich vergorene Stutenmilch. Die neue Kette ist schon drauf, die alte liegt völlig verbogen im Gras und alles scheint an Ort und Stelle zu sein. Trotzdem schrauben Luki und der Nomade noch an James rum, montieren eine Schraube am Gepäckträger ab, befestigen ihn stattdessen mit zwei Kabelbindern und lassen die Schraube achtlos auf die Wiese fallen. Ich gucke etwas stutzig und kann mir nicht wirklich einen Reim auf das Manöver machen. Luki erklärt, dass sie eine Mutter für die Hinterradbremse verloren haben und deswegen die vom Gepäckträger nehmen müssen. Ich hoffe, dass es wirklich nur eine Mutter war und alle anderen Teile wieder anständig verschraubt sind, vertraue den Jungs aber. Was anderes bleibt mir eh nicht übrig. Der Nomade steht noch ein bisschen rum, dreht sich eine Zigarette und wir unterhalten uns so gut es mit unsren rudimentären Mongolisch-Kenntnisse eben geht. Dann setzt er sich wieder auf sein Motorrad und fährt zurück zu seinem Ger. Zu viert setzen wir uns in den Quick Hiker 3, frühstücken, trinken den etwas zu dünn geratenen und inzwischen kalten Kaffee und scherzen rum - die Stimmung ist entspannt, alle sind merkwürdiger Weise gut drauf. Luki berichtet von seiner Theorie, dass die Kette am Tag zuvor nicht wegen meines Sturzes im Sand runtergesprungen und später gerissen ist, sondern, dass ich gestürzt bin, eben weil die Kette runtergesprungen ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirklich so stimmt oder ob er mich aufmuntern will, entscheide mich dann aber dazu ihm die Theorie abzukaufen und fühle mich eine Ecke besser. Im Regen bauen wir dann die Zelte ab, verstauen ein letztes Mal alles auf den Motorrädern, frieren schon die erste Runde und freuen uns sehr als wir sehen, dass weiter hinten der Himmel heller wird. Manfred findet auf der Wiese neben unsrem Zelt zwei Ziegenhörner und befestigt sie mit Kabelbinder an James Lenkrad. Seine Motive sind unklar, aber es sieht cool aus und so grinse ich nur und lass ihn machen, vielleicht hilft es ja James Selbstvertrauen und er hört mit dem Rumgezicke auf.


Während draußen am Motorrad geschraubt wird...

... wird drinnen Kaffee gekocht. Rollenklischees wie sie im Buche stehen, ein Träumchen!

Gegen halb 11 starten wir die Motorräder, fahren zurück auf die Piste und machen uns auf die letzte Etappe. Der Regen in der letzten Nacht hat gut getan und es lässt sich wunderbar auf dem Steppenboden fahren. Der Regen aktuell tut dagegen eher weniger gut. Die Jeanshose klebt nass an den Beinen und mit Visier sehe ich wegen des Regens kaum etwas. Klappe ich es allerdings hoch, schlagen wir die wenigen verbliebenen Regentropfen unsanft auf die Brille und ins Gesicht und laufen dann in den Jackenkragen. Angesichts der Strecke, die wir heute schaffen müssen, haben wir ordentlich Tempo drauf und als es vom ebenen Steppenboden wieder auf die Piste voller Schlaglöcher geht, wird das Fahren richtig anstrengend. An der Grenze zwischen Bulgan-Aimag und Töw-Aimag fahren wir wieder über den Fluss Tuul, tanken und essen in einem kleinen Restaurant nach vier Tagen endlich wieder Khuushuur zu Mittag. Zum Nachmittag hin reißt die Wolkendecke  hier und da ein bisschen auf und die Sonne spitzt ein paar Mal hervor. Wir kommen zwar gut voran, aber die Fahrt über die Piste dauert einfach wesentlich länger, als wenn man auf Teer unterwegs wäre, und die Kilometer, die wir bis Ulaanbaatar noch vor uns haben, scheinen nicht weniger zu werden. Am anstrengendsten ist die Fahrt aber wohl für Melle. Alleine auf der Buckelpiste zu fahren, ist schon anstrengend, mitfahren ist aber noch einmal eine Ecke schlimmer, weil man nicht so gut einschätzen kann, wann und wie man wieder durch ein Schlagloch fährt. Melle hat aber den Jackpot gezogen und zu allem Überfluss noch ihren Reiserucksack auf dem Rücken. Fährt Luki also durch ein Schlagloch, fliegt erst Melle hoch, dann etwas zeitversetzt der Rucksack und dann noch ein zweites Mal Melle, die vom Rucksack mitgezogen wird. Tapfer, wie sie ist, beschwert sich Melle nicht und ist so ruhig, dass Luki immer mal wieder checkt, ob sie überhaupt noch da ist.
Mitten in der Steppe gabelt sich die Piste einmal wieder und wir bleiben kurz stehen, trinken einen Schluck, schnacken kurz und gucken vor allem mal auf die Karte. Umwege wären bei unsrem eh schon sehr straffen Zeitplan heute keine sonderlich gute Idee. Nachdem wir uns versichert haben auf dem rechten Weg unterwegs zu sein, gucken wir noch kurz in der Gegend herum, dann erklärt Luki mit einem lauten Vamos! die Pause für beendet. Handschuhe werden angezogen, Visiere runtergeklappt und weiter geht’s. Aber nicht gleich, denn Jackqueline springt mal wieder nicht an. Luki lässt Melle also wieder absteigen, stellt Feli seufzend ab und geht rüber zu Manfred. Melle kommt zu mir herüber, wir wissen was nun folgt und lachen in Vorfreude auf das Spektakel, das sich anbahnt, schon einmal: Manfred setzt sich auf sein Motorrad, Luki schiebt ihn an, Manfred steht auf, setzt sich mit viel Schwung wieder hin und wenn alles klappt, springt Jacky dann an. Falls nicht, geht die Schieberei und Hüpferei weiter. Unterhaltung vom allerfeinsten! Diesmal scheint aber alle Anschieberei nicht zu helfen, Jacky bleibt aus. Bis Luki feststellt, dass Manfred versehentlich irgendeinen Knopf gedrückt hat, damit der Motor nicht angeht, vergehen noch ein paar Minuten, dann fahren wir allesamt belustigt weiter.



 Die Sonne hat sich wieder verzogen, die Wolken am Himmel bleiben aber hell und sehen wenig regenbringend aus. Wir fahren ein Weile über weite Flächen, sehen hier und da ein Ger und kleine Pferde- und Rinderherden an den Wasserstellen. Am Horizont reihen sich die Bergketten hintereinander und verblassen in der Ferne. Wegen des Regens habe ich dem Regencover für meinen Rucksack heute noch eine zweite Chance gegeben und wohlweislich das Arrangement auf meinem Gepäckträger extra fest verzurrt. Bevor wir am späten Nachmittag von der Steppe wieder in die Berge fahren, müssen wir aber doch anhalten, weil die Konstruktion gefährlich nah am Runterfallen ist. Als alle drei Motorräder stehen, wirft mir Luki nur ein Du bist dir auch echt für kein Schlagloch zu schade, oder? entgegen. Meine Fahrweise mag diesen Eindruck durchaus erwecken, das sehe ich ein. Allerdings bin ich in den meisten Fällen einfach nur zu faul in letzter Sekunde noch um das Schlagloch herumzufahren und nehme lieber den Rückenbrecher in Kauf. Manchmal stehe ich immerhin etwas auf, um den Schlag abzufedern - je nach dem, wie mir eben grade der Kopf steht. Ich lache noch über Lukis Kommentar, als ich von meinem Motorrad absteigen will. Irgendwie verliere ich aber das Gleichgewicht, zapple kurz mit den Füßen in der Luft und falle dann vom stehenden Motorrad, das wie in Zeitlupe ebenfalls zur Seite kippt. Da liegen James und ich also einmal mehr nebeneinander im Dreck. Die Gesamtsituation ist einfach zu witzig, ich bin von der Harakiri-Fahrt über die Piste ganz schön erschöpft und so bleibe ich noch ein bisschen auf dem Boden liegen, lache und mache mich dann daran, mein Motorrad wieder aufrecht hinzustellen. Weil James stand und der Motor noch nicht einmal gelaufen ist, einigen wir uns auf einen halben Punkt für den Sturzzähler. Das macht also 7 1/2, das Ding ist damit safer als safe, niemand kann mich einholen! Während ich also den Regenschutz vom Rucksack abnehme und das Gepäck wieder anständig befestige, liegt Melle wie ein übergroßer Käfer auf dem Rücken auf ihrem Rucksack im Straßengraben, hat die Augen zu und sagt gar nichts. Die Reisegruppe gönnt sich also eine kurze Pause, lacht über dieses und jenes und macht sich dann allmählich wieder startklar. Jacky springt zur Abwechslung sofort an, dafür James aber nicht. Ich stelle meine Lernfähigkeit unter Beweis, checke, ob nicht auch ich es irgendwie geschafft habe, den neugefundenen Motor-Not-Aus-Knopf zu drücken, muss ungläubig lachen, weil tatsächlich genau das der Fall ist und starte dann als dritte und letzte mein Motorrad. Es ist nach 17 Uhr, als wir weiterfahren. Zumindest die Strecke auf der Piste müssen wir vor Einbruch der Dunkelheit hinter uns gebracht haben und so geht es mit Vollgas weiter Richtung Ulaanbaatar.

7 1/2 Stürze auf über 1.600 Kilometern. Das macht grade mal einen Sturz auf 215 Kilometern. Leiwand, guter Schnitt!


Wir fahren wieder über die steinigen Hügel mit den Bäumen, die in wunderschöner pinker Blüte stehen und kommen nicht viel später das zweite Mal am Salzsee vorbei. Eigentlich ist die Strecke sehr schön, links und rechts wächst Schilf, es riecht nach Meer und Möwen kreischen, aber leider ist es der Abschnitt mit den meisten und tiefsten Schlaglöchern. Da hilft auch kein Slalomfahren, da muss man durch. Für Melle wird es so unangenehm, dass sie sich nur noch mit stoischer Ruhe am Gepäckträger festhält, die Augen schließt und probiert ihre innere Mitte zu finden in der Hoffnung, dass ein bisschen meditieren die Situation erträglicher macht. Als wir grade von der Senke mit dem Salzsee wieder auf eine Höhe fahren, zeigt Manfred während des Fahrens kommentarlos in die Ferne: Regenwolken, und definitiv keine kleinen. Wir geben noch etwas mehr Gas und suchen unser Heil in der Flucht - bis zum Teer sind es noch etwa 30 Kilometer.
Nicht viel später fängt es an zu regnen. Erst leicht, dann immer stärker. Bis wir in Bayankhangai auf den Highway Richtung Ulaanbaatar einbiegen, sind wir schon klatschnass. Noch 115 Kilometer! Obwohl es erst 19 Uhr ist, ist es schon fast dunkel. Ich würde gerne das Licht am Motorrad anmachen, aber es funktioniert nicht und so bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf das Licht zu verlassen, mit dem die entgegenkommenden Autos die Straße beleuchten. Die LKWs auf der anderen Spur machen das Fahrerlebnis auch nicht angenehmer, sie verwirbeln den Wind und das Spritzwasser schlägt einem mehr als unangenehm entgegen. Es vergehen noch ein paar Kilometer, dann regnet es nicht mehr, sondern es schüttet. Inzwischen ist es auch komplett dunkel geworden und die Scheinwerfer der Autos spiegeln sich an der regennassen Fahrbahn. Mein Visier habe ich schon lange hochgeklappt und langsam spüre ich mein Gesicht nicht mehr, meine Hände und Beine sind schon länger taub und in meinen Schuhen steht das Wasser. Ich hoffe inständig, dass keine Situation auftritt, die eine schnelle Reaktion meinerseits verlangt, ob das nämlich noch klappt, würde ich sehr in Frage stellen. Seit einiger Zeit ist auch mein Handyakku leer und so wissen wir weder wie weit es noch nach Ulaanbaatar ist, noch wie spät es ist. Noch 70 Kilometer. Wie aus dem Nichts taucht am rechten Fahrbahnrand kurz hinter Manfred ein Pferd auf, bäumt sich auf und rennt geblendet von den Lichtern der Autos auf die Straße. Ich erschrecke mich etwas, muss voll in die Eisen gehen und bin heilfroh, dass das Motorrad unter mir nicht einfach wegrutscht. Die Frage, ob ich mit den kalten Händen und Füßen noch reagieren kann, wäre damit auch geklärt. Beruhigend zu wissen, dass es zur Not doch geht. Gefühlte Ewigkeiten später hört der Regen auf und wir fahren über trockenen Asphalt und können kurz durchatmen. Wir halten an, bereden die Lage und stellen nüchtern fest, dass es eh nur einen Plan gibt: weiter, bis wir da sind. Mit vor Kälte zitternden Händen starte ich also mein Motorrad wieder und fahre wie gewohnt Manfred hinterher. Als wir über den nächsten Hügel fahren, können wir schon nach unten in den Kessel gucken, in dem Ulaanbaatar liegt. Noch 30 Kilometer. Unsre Reisegruppe hat es etwas auseinander gezogen und so gibt es noch einmal einen kurzen Stopp, bis alle wieder beisammen sind, dann geht es ohne viele Worte weiter. Als wir allerdings kurze Zeit später an der Maut-Station anhalten, fehlen Luki und Melle schon wieder. Manfred und ich warten und mit jeder Minute, die vergeht, werde ich unruhiger. Irgendwas passt da nicht, so schnell verliert man Luki auf so einem kurzen Stück nicht. Unversehrt stoßen die beiden wenig später zu uns. Ein Pick-Up ist ohne groß zu gucken nach rechts gezogen und hat Luki und Melle von der Fahrbahn und die Böschung hinab gedrängt. Kopfschüttelnd erzählt Luki, dass der einzige Kommentar, den Melle zum Geschehnis übrig hatte, Eh, richtig gute Reaktion, Luki war. Davon, dass der Fahrer des Pick-Up-Trucks sie von der Fahrbahn gedrängt hat, schien sie eher weniger beeindruckt. Zu viert werfen wir einen Blick hinunter nach Ulaanbaatar, dessen Lichter man wegen der tiefhängenden Regenwolken kaum sehen kann. Hier ist es grade halbwegs trocken, aber kaum sind wir von der Maut-Station weggefahren, bricht der Regen  auch schon wieder über uns herein. In Ulaanbaatar steht das Wasser knöcheltief auf der Straße und der Verkehr ist wie immer enorm. Die vorbeifahrenden Autos sorgen dafür, dass auch der letzte, falls noch vorhandene, trockene Fleck nass wird. Wir wissen nicht genau, wo wir hin müssen, wir wissen nur, dass wir irgendwann rechts über eine Brücke in Richtung des Flughafens fahren müssen, der allerdings nicht ausgeschildert ist. Irgendwann halten wir an einer Tankstelle um nach dem Weg zu fragen. Ich bin komplett durchgefroren, komme vor lauter Zittern kaum von meinem Motorrad und folge abwesend den andern dreien in die Tankstelle und das warme Büro. Eine kurze Google Maps Recherche ergibt, dass wir in vier Kilometern rechts abbiegen müssen und ab da kennen wir den Weg. Also los, das letzte Stück, das packen wir jetzt auch noch. Der Regen hat aufgehört und als wir vom Asian Highway in die Sonsgolon Road einbiegen, steht der Verkehr komplett. Das schlimmste sind inzwischen die triefend nassen Klamotten, die kalt am Körper kleben. Zwischen den laufenden Autos ist es jedoch recht warm und das gefühlt ewige Start-Stopp-Gefahre durch den Stau ist vergleichsweise angenehm. An dem riesigen und mehrspurigen Kreisel müssen wir noch einmal aufpassen, damit ich ohne Licht nicht überfahren werde, dann geht es am Flughafen vorbei und auf die Zielgrade. Noch fünf Kilometer!
Um kurz nach 22 Uhr kommen wir beim Motorradverleih an, machen ordentlich Radau, damit uns um diese Uhrzeit noch jemand aufmacht und fallen dann nass und durchgefroren, aber glücklich und erleichtert mit James, Jackqueline und Felicitas auf dem Hof ein. Die Dame vom Motorradverleih erkundigt sich nach den Motorrädern, ob es denn Probleme gegeben hätte und ob sonst alles geklappt hat. Wir nicken eifrig, versichern ihr, dass alles tipp topp und in Ordnung war und hoffen, dass sie die unzähligen Kabelbinder hier und dort in der Dunkelheit nicht sieht. Dann entladen wir die Motorräder, tauschen die nassen Klamotten gegen die trockensten, die wir in unsrem Gepäck finden können, lassen uns unsre Pässe zurückgeben und steigen in das Taxi, dass uns die Dame vom Motorradverleih organisiert hat. Im Taxi ist es warm und trocken, wir lachen darüber, dass Melle aus heiterem Himmel mitten im Stadtverkehr Luki gefragt hat, ob er in Griechenland eigentlich Griechisch gelernt hat und darüber, dass ich vergessen habe die Hörner von James abzumachen. Mit jedem Kilometer, den wir auf das Stadtzentrum zufahren, wird es ruhiger im Auto und als wir am Parlament vorbeifahren, sind alle halb weggedämmert.

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